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Information Systems EngineeringBloGPV

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BloGPV.Blossom

Mittwoch, 20. Juni 2018

Mit der Blockchain-Technologie werden kritische Eigenschaften verbunden, deren Einführung und Sicher-stellung für verschiedenste Anwendungsbereiche und Einsatzgebiete enorme Chancen verspricht: Beschleu-nigung und Kostenersparnisse in der Transaktions-verarbeitung; hohe Transparenz und Manipulations-sicherheit von erfolgten Transaktionen; dezentrale und zugleich konsistente Datenhaltung in Geschäfts-netzwerken.

Im Verbundprojekt BloGPV wird der Einsatz de Blockchain-Technologie für die Energiewirtschaft er-forscht. Dabei steht die Erhaltung und Steigerung der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen als energiewirt-schaftliches Ziel im Zentrum der Betrachtung. Neue Ansätze für dieses Ziel sind dringend notwendig, da eine stetig wachsende Anzahl von PV-Anlagen aus der EEG-Förderung fällt und gleichzeitig eine Direktvermarktung von Energie für Besitzer von PV-Anlagen aufgrund niedriger Preise an der Strombörse häufig nicht kostendeckend ist. Wie können PV-Anlagenbetreiber daher ihren Eigenverbrauch erhöhen oder überschüssigen PV-Strom zu attraktiveren Preisen handeln?

Das Verbundprojekt BloGPV entwickelt und erprobt einen Blockchain-basierten virtuellen Großspeicher für PV-Anlagenbetreiber. Die Geschäftsprozesse für den Betrieb eines solchen Großspeichers sind durch eine Vielzahl von autonomen und dezentralen Akteuren charakterisiert, die dieselbe Datenbasis teilen und bearbeiten müssen; die Steuerung von Speichern, die Bilanzierung von Energie oder die Abwicklung von Abrechnungen erfordert deshalb sichere IT-Lösungen für Geschäftsnetzwerke. Die Blockchain-Technologie für „vertrauenslose“ Interaktionen stellt hierbei gerade einen vertrauenswerten Ansatz dar.

Das Fachgebiet Information Systems Engineering (ISE) an der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Tai widmet sich dieser Herausforderung. Im BloGPV-Teilvorhaben Blossom (Blockchain Systeme und Off-Chaining Methoden) entwickelt ISE ein dezentrales und vertrauensloses Datenverarbeitungssystem, Smart Contracts und verteilte Transaktionen für das Abrechnungs- und Speichermanagement. Dabei entstehen Lösungsansätze zur Verbesserung von Skalierbarkeit, zur Umsetzung komplexer Geschäftslogik in Smart Contracts, sowie zur Systemintegration zwischen Blockchain- und Nicht-Blockchain-Systemen.

Das Projekt ist zum 1.4.2018 gestartet und wird im Rahmen der Smart Service Welt II Initiative für drei Jahre gefördert.

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